Sie heiraten doch nicht – 2. Teil

(Fortsetzung zum Eintrag vom 5. Mai)

Der wesentliche Punkt ist eigentlich, dass nicht sie sich getrennt haben, sondern dass Richard sich von Mona getrennt hat. Sie würde sich nicht trennen, sie will ihn behalten. Und das verstehe ich auch nicht, wo er zwischenzeitlich schon zweimal eine Affäre mit derselben Frau angefangen hat. Ich würde den nicht mehr haben wollen. Es garantiert ihr doch niemand, dass das nicht wieder passiert!

Ich dachte ja eigentlich, dass in Kürze die Hochzeit der Zwei bevorsteht. Wo sie doch beide letztes Jahr endlich ihre Scheidungen durch hatten. Mona hatte sich eigentlich nur scheiden lassen, weil Richard sie gedrängt hatte.

Seit etwa zehn Jahren getrennt lebend – ihr Mann Frank war zurück in die USA gegangen – sah sie überhaupt keine Notwendigkeit für eine Scheidung. Außerdem wollte sie sich insgeheim noch die Option offen halten, vielleicht doch irgendwann in die USA auszuwandern. Verheiratet mit einem Ami ist das ja ganz easy. Und ich hatte irgendwie auch noch den Eindruck, dass sie an Frank noch etwas hängt. Sie meinte allerdings, sie würde nur Kalifornien vermissen.

Am Samstagnachmittag war ich dann mit Mona allein unterwegs, da hatten wir wieder die Möglichkeit ungestört zu reden. Ich fragte natürlich gleich, wie ich ihren Umgang miteinander zu verstehen hätte.

Richard hat sich von ihr getrennt, aber ihm geht es damit gar nicht gut, weil er sie doch noch so gern hat. Und sie mag oder liebt ihn ja auch immer noch. Richard hat schon ständig Magenschmerzen deshalb und schläft schlecht. Er tut ihr so leid und weil sie sich ja immer noch mögen, schlafen sie nicht nur in einem Bett sondern auch noch miteinander.

Nach dieser Aussage war ich erst einmal so ziemlich sprachlos.

Ich kenne Richard ja nicht so gut. Aber ich hatte schon damals den Eindruck, als ich in Düsseldorf zu Besuch war, dass ich ihn nicht so wirklich mag. Damals war Mona frisch verliebt, da sagte ich ihr so etwas natürlich nicht. Richard behandelt Mona – und auch mich – väterlich autoritär. Eigentlich will er nur das Beste für die Frau, weiß aber selbst besser, was das Beste für sie ist, als sie selbst. So was Bevormundendes kann ich gar nicht ab.

Jetzt, wo ich merke, dass es Mona mit Richard gar nicht so gut geht, rede ich natürlich eher Klartext. Mona sagt zwar, dass es ihr gut geht, aber dafür weint sie viel zu oft, zum Teil auch, wenn sie mit mir redet.

Was meinst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s