Es ist aus!

Das war jetzt gar nicht so schwer. Ich hatte heute etwas früher im Büro Schluss gemacht und mich direkt bei ihm zuhause mit Hans verabredet. Bin nur kurz nachhause gefahren, um seine Sachen und einen großen Ikea-Beutel zu holen. Dann musste ich noch eben eine Zigarette rauchen, denn aufgeregt war ich schon.

Als ich zu ihm kam, begrüßte ich ihn gleich mit „wir müssen miteinander reden“ und ohne eine Umarmung oder einen Kuss. Wir gingen ins Wohnzimmer, er schloss die Tür, damit die Kids nicht einfach reinschneien und ich fing an „das passt nicht mit uns, wir sind zu verschieden“.

Er guckte mich ernst und leicht traurig an. Den Eindruck hätte er auch, aber er dächte, das würde sich noch finden. Er hätte noch nie eine Frau kennengelernt, die so sei wie ich. Vielleicht fiele es ihm deshalb so schwer, sich in mich reinzudenken, mich zu verstehen. Ich weiß gar nicht so genau, was wir dann noch geredet haben. Viel war es nicht. Zum Schluss fragte er, ob wir uns denn noch ab und zu sehen könnten.

Ich schaute ihn an, sagte „Ja, ab und zu mal. Ich würde auch gerne weiter mit Finn Mountainbiken üben, wenn es dir recht ist. Aber jetzt brauche ich erst mal Abstand.“

„Klar kannst du mit Finn weiter mountainbiken, das tut dem gut. Und vielleicht sieht ja alles in zwei Jahren ganz anders aus.“

„Wenn du mich mit dem Ziel weiter treffen willst, dann machen wir das besser nicht.“ antwortete ich. Das Drama hatte ich schon mit Roland, der hatte dann ewig gebraucht, bis er sich endlich von mir gelöst hat.

„Nein, so meine ich das nicht. Ich finde es einfach nur schade, wenn wir den Kontakt einfach so abbrechen, ich mag dich nämlich echt gern.“

Dazu habe ich dann nichts mehr gesagt, ihm nur noch angekündigt, dass ich jetzt meine Sachen zusammensuche.

Meine Sachen hatte ich recht schnell zusammengepackt, insgesamt war ich vielleicht eine halbe Stunde bei Hans. Zum Abschied gab es keine Umarmung. Ich bin froh, dass ich es hinter mich gebracht habe, dafür habe ich auch gerne das BodyCombat ausfallen lassen.

Leider habe ich die Slackline vergessen. Aber das ist ja nicht so schlimm, wir haben ja schon fast Winter. Finn hatte ich auch noch eine „Besser Biken“-DVD mitgebracht.

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5 Gedanken zu „Es ist aus!

  1. Nein, es ist keine Auszeit, Miriam,
    es ist wirklich aus und vorbei. Und ich fühle mich richtig gut damit, regelrecht befreit.

    Mir ist auch noch etwas zu meinem Gespräch mit Hans eingefallen. Er sagte irgendwann, dass es mit seiner letzten Freundin ja auch ähnlich auseinander gegangen ist. Er hatte ihr dann gesagt „Wenn du dich nicht in dieses Familienleben einpassen kannst und nicht hier leben willst, dann musst du halt gehen.“ Sie ist dann auch gegangen.

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  2. Sorry, ROTZFRECH ……….. wenn ER nicht in der Lage ist einen anderen Menschen wahr zu nehmen, sollte ER in Zukunft mal vorsichtiger mit neuen Beziehungen umgehen und die Verantwortung nicht dauernd auf SIE übertragen. man man man

    Ich freue mich über deine ERLÖSUNG, tut doch aber bestimmt auch ein wenig ……. na es piekst doch bestimmt, oder ?

    Weil ich ja dein TEMPO bewundere und die Präzision mit der du das kannst einfach genial finde, mag ich versuchen dich zu trösten.

    Bei mir selber ist dann nachträglich immer eine „Wut“ darüber, dass ich ja selber bei meiner Auswahl gepatzt habe und mir diese ganze Zeit wieder selber „geraubt“ habe aus meine Leben. Ich habe aber auhc Monate gebraucht.

    ABER DU ! Ja du hingegen solltest echt STOLZ sein über deine „Durchlaufzeit“ TOLL

    F
    *S

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