Nächtliche Schweißausbrüche

Seit über einem Jahr hatte ich meine Tage nicht mehr, vielleicht ggf. mal eine kleine Schmierblutung. Es war schön, nicht mehr alle vier Wochen diese lästigen Blutungen zu haben. Ich fühlte mich deshalb nicht weniger als Frau. Und Lust hatte ich auch, aus Sex und auf das Leben!

Ich hatte meine Ärztin gefragt, wie das so ist, mit den Auswirkungen der Wechseljahre, von denen man so hört. Sie fragte nur, ob ich denn Hitzewallungen hatte. Nein. Na dann sei ja alles gut. Meine Libido war auch in Ordnung, doch danach fragte sie nicht. Eigentlich hielt ich sie ja für eine gute Ärztin und für eine tolle Frau. Sie ist wohl selbst um die Fünfzig, na jedenfalls sieht sie so aus.
Dann fingen diese nächtlichen Schweißausbrüche an. So ab und mal hatte ich so etwas schon vorher, allerdings waren sie echt selten. Ich brachte sie immer in Verbindung mit irgendeinem grippalen Infekt. Doch nun dachte ich, nachdem sich jede Nacht, meistens gegen 3 Uhr, so ein Schweißausbruch einstellte: ich kann doch nicht schon wieder erkältet sein, fühle mich auch gar nicht so. Also bin ich wieder zu meiner Gynäkologin.

Ja, die nächtlichen Schweißausbrüche seien auch Wechseljahresbeschwerden. Na, das hätte sie mir ja auch mal vorher erzählen können. Sie verschrieb mir ein Pflaster „Fem7 Conti“. Das Pflaster fand ich gut, besser als eine Pille zu schlucken. Die Schweißausbrüche hörten schon nach ein paar Tagen auf.
Somit war ich echt zufrieden mit der Wirkung, mit dem Pflaster aber weniger. So ein Pflaster ist nichts für jemanden, der täglich Sport treibt. Das hält dann einfach nicht, wenn ich meine Hüfte bewege. Und wegen so einem Pflaster kann ich ja nicht mein Sportprogramm einstellen. Das Pflaster sollte eine Woche halten. Doch welche Mühe ich mir auch damit gab, meist blieb es nur ein paar Tage kleben.

Außerdem reagierte ich allergisch auf den Kleber. Man sah nach drei Wochen noch, wo das Pflaster aufgeklebt war. Also bin ich wieder zu meiner Ärztin und zeigte ihr die roten Stellen.
Das war also nichts für mich, das sah auch sie schnell ein. Die Schweißausbrüche wollte ich aber nicht wieder bekommen. Also verschrieb sie mir „Femoston conti“ (Filmtabletten).

Mit dieser Pille komme ich besser klar. Die nimmt man durchgehend jeden Tag. Allerdings hatte ich dann nach drei Monaten die ersten Schmierblutungen. Nun soll ich, wenn die Schmierblutungen auftreten, Femoston für ca. sieben bis zehn Tage absetzen. Das funktioniert, keine weiteren Schweißausbrüche, aber die Schmierblutungen sind nervig. Ich bin nicht so sicher, ob das das richtige ist.

Frau Dr. med. Chritiane Northrup empfiehlt in ihrem Buch „Weisheit der Wechseljahre“ Soja gegen Hitzewallungen etc. Leider vertrage ich Soja nicht, das führt bei mir einfach zu heftigem Blähbauch, ggf. auch Bauchweh und natürlich Blähungen. Sehr unschön, muss ich nicht haben.

Als Alternative zu Soja empfiehlt sie Leinsamen. Damit habe ich vor etwa zwei Wochen angefangen. Was meine Verdauung angeht, ist das schon mal eine deutliche Verbesserung, sie ist dadurch regelmäßiger geworden. Ich habe das Femoston bis vor ein paar Tagen weiter genommen, bis jetzt wieder die Schmierblutungen auftraten. Ich werde das jetzt erst einmal nicht weiter nehmen, vielleicht reicht ja der Leinsamen aus.

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4 Gedanken zu „Nächtliche Schweißausbrüche

  1. Leinsamen war leider nicht erfolgreich, fing auch dann an zu blähen.

    Ich wechselte im Sommer dann zu Climen. Das funktioniert sehr gut, bin zufrieden, menstruiere allerdings wieder ganz normal, na ja.

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  2. Danke für deine Rückmeldung. Schade das es mit den Leinsamen nicht geklappt hat. Ich verwende die Pflaster Fem 7 conti und damit geht es mir wieder gut, allerdings menstruiere auch ich dadurch wieder. Na ja „einen Tod muss man wohl sterben“ da scheint das menstruieren das kleinere Übel zu sein. LG

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