Dessous shoppen

Gestern Abend hatte ich schon mal im Internet geschaut. Eine Büsten-Hebe wirkt schon sehr sexy und ich könnte mir vorstellen, dass es mich auch anmachen würde, eine zu tragen. Und ihm würde das sicher auch gefallen. Er ist ein Mann, der mir nicht sofort die Dessous auszieht, sondern auch mal die Träger über die Schultern zur Seite schiebt und dann den BH etwas nach unten zieht, um meine Brüste freizulegen.

Ich war auf einigen Shop-Seiten, kam aber nicht so richtig mit den Größen klar. 75 B zu bestellen schien mir zu gewagt, wo ich doch so kleine Brüste habe. Doch A gab es eigentlich gar nicht. Also muss ich mich wohl doch in einen Erotik-Shop begeben. Den kleinen Frauen-Laden in Kreuzberg, den ich mal kannte, konnte ich nicht mehr ausfindig machen. Ein reiner Frauen-Laden wär schon prima, aber ich hatte auch nicht viel Zeit, kam erst spät aus dem Büro, so entschloss ich mich doch zum ERDBEERMUND zu gehen.

Von außen wirkt der Shop wie ein Supermarkt. Ich hoffe auf Beratung. Mutig wage ich mich hinein. Im Kassenbereich sehe ich einen Verkäufer und eine Verkäuferin. Ich sage „Hallo“, ignoriere den Verkäufer und schaue die Verkäuferin an. Sie kommt auch gleich auf mich zu, fragt, wie sie mir helfen kann. Ich gehe ein paar Schritte weiter in den Laden hinein, weg von den beiden Männern, die fast neben mir stehen.

Sie folgt mir und ich bringe mein Anliegen an. „Ich hätte gern eine Büstenhebe, sowas habt ihr doch bestimmt“. Ja klar, sie nimmt mich mit in die passende und echt große Abteilung. „Wow, so viel Auswahl, ich hoffe, es gibt auch was in 75 A.“ Sie fragt erst einmal, was ich mir so vorstelle, schlicht oder Spitze, vielleicht sogar Lack oder Leder. Schwarze Spitze wäre gut oder so etwas in der Art. Gut dass sie sich im Sortiment auskennt. Sie zeigt mir ein paar Modelle und ich wähle zwei, die mir gefallen könnten. Sie sagt, ich soll die jetzt erst einmal probieren, ob die Größe wirklich passt.

In der Umkleidekabine probiere ich das erste Modell. 75 A fällt hier doch ganz schön groß aus, so soll das bestimmt nicht sitzen. Das zweite Modell ist schon etwas besser, sieht aber auch etwas seltsam aus. Sie kommt zurück zur Umkleide, fragt, ob sie reinkommen darf. Klar darf sie, auch wenn sie nicht der Typ ist, der meine Freundin sein könnte, doch ohne ihren Rat bin ich hier aufgeschmissen.

Sie schüttelt den Kopf, sagt „Ich schaue mal nach einem anderen Schnitt“ und verschwindet wieder. Dann kommt sie mit zwei anderen Modellen, eins in pink, autsch! Ich solle es aber trotzdem einmal probieren, weil es etwas verstärkt ist. Die pinkfarbene Büstenhebe geht gar nicht, für die sind meine Brüste echt zu klein. Das zweite Modell, schwarz mit ein wenig Rüschen am Rand und ein paar silbernen punktförmigen Applikationen ist schön.

Meine Nippel hatten sich schon längst aufgerichtet, irgendwie hat diese Anprobe schon was Erotisches. Mir ist aber immer noch nicht ganz klar, wie ich diese Büstenhebe tragen muss. Also probiere ich ein wenig. Erst einmal so weit wie möglich nach oben schieben, so dass auch die Brüste angehoben werden. In dem Fall werden meine Nippel von den Rüschen fast verdeckt, sieht ganz neckisch aus. Dann mal mit freigelegtem Busen, Brust rausgestreckt, die Büstenhebe kaum stützend, das sieht auch gut aus.

Sie kommt wieder, hat noch ein lilafarbenes Teil in der Hand. Sie begutachtet meinen Busen in der Büstenhebe, strahlt und meint „Die ist doch genau richtig. Hast du schon probiert, dass du sie unterschiedlich tragen kannst?“. „Ja habe ich,“ sage ich und schiebe die Büstenhebe wieder weiter nach oben „so sieht’s auch gut aus.“ Sie nickt. „Das ist ein Set mit einem String ouvert, hast du den schon probiert?“ Das hatte ich nicht.

Sie verlässt wieder die Umkleide und ich probiere den String über meinem Höschen. Hm, so ein offener String sieht schon seltsam aus, besonders über meinem roten Höschen. Der String ist etwas zu groß, nicht zu weit, aber irgendwie zu lang, ich mag den nicht bis in die Taille hochziehen. Aber die Büstenhebe ist schön und passt vor allem, den String kann ich bestimmt leicht ändern.

Ich entschließe mich die 32,95 € zu investieren, ziehe mich an und gehe zur Kasse. Unterwegs werfe ich noch ein paar Blicke auf andere Dessous, nehme ein rote Straps-Corsage in die Hand. Auch ganz neckisch, na vielleicht ein andern Mal. Jetzt nehme ich nur noch eine Flasche PJUR AQUA mit.
Nach etwa ner Dreiviertelstunde bin ich wieder raus aus dem Laden. Mal ein anderes Shopping-Erlebnis, hat irgendwie Spaß gemacht. Ich hab ein Grinsen im Gesicht.

Zuhause muss ich die neuen Dessous natürlich gleich noch einmal anprobieren. Wieder richten sich sofort meine Nippel auf. Die Büstenhebe sieht schon klasse aus, ich probiere die verschiedenen Varianten. Den String ouvert finde ich erst einmal etwas seltsam auf nackter Haut. Er lässt meine ganze Scham frei. Aber irgendwie fühlt sich das geil an. Ich stehe vorm Spiegel, hebe ein Bein an, setze es auf das Regal neben mir. Interessant! Das wird ihn sicher auch anmachen.

Ich zupfe den String zurecht, dass er richtig sitzt. Ja, den darf ich nicht bis in die Taille hochziehen. Ich schneide das Band, was über die Po-Ritze geht, durch und befestige es erst einmal mit einer kleinen Sicherheitsnadel an dem Stoff-Dreieck darüber. Ja, so geht es, da werde ich wohl vier Zentimeter wegschneiden müssen.

Das Band ist schnell wieder angenäht, und dann mit den Dessous ins Handwaschbecken. Die sollen ja frisch sein, wenn ich sie am Wochenende für ihn trage. Muss mir bloß noch was für drüber überlegen. Ein hautenges Shirt wird nicht gehen …

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