Schwarzgeld

Sie hätte Schwarzgeld dabei, sagte meine Mom.

Ich guckte sie irritiert an „Wie, Schwarzgeld?!“ Meine Mom ist ja Rentnerin und soweit ich weiß hat sie keinen Nebenjob.

Sie lachte „Geld, das ich zwischendurch beiseite geschafft habe.“

Ich verstand immer noch nicht.

„Du kennst doch deinen Vater, der will immer gefragt werden, wenn ich mir etwas leisten will und das hatte ich schon vor über 20 Jahren satt. So hab ich vom Haushaltsgeld oder vom Geld, was ich z. B. für Unternehmungen mit der Gymnastikgruppe bekommen oder mir genommen habe, mir immer mal ein paar Euro beiseite gelegt oder eben einfach den Betrag der übrig war. Auch als ich meine eigenen EC-Karte hatte, hat er weiterhin die Kontoauszüge kontrolliert.“
Ich musste lachen. Meine Mom unterschlägt meinem Pa Geld. Das geschieht ihm aber auch recht, er kann nicht über alles bestimmen.

Meine Mom führte weiter aus, das sie sich eben auch mal selbst etwas leisten können will. Jetzt im Urlaub hat sie 250 € vom gemeinsamen Konto und noch 200 € Schwarzgeld mit. Sie möchte mich eben auch einmal einladen und ansonsten sich auch eben mal etwas kaufen. Ich hatte mich schon gewundert, dass sie sich mal so eben ein paar Oberteile in Samos-Stadt gekauft hat.

2 Gedanken zu „Schwarzgeld

  1. Also, es ist traurig, dass mein Vater so ist, mit dem kann man nicht diskutieren. Also, was bleibt meiner Mom da irgendwie anderes übrig. Leider.

    Andererseits bin ich natürlich auch schadenfroh, was meinen Vater angeht. Somit kann ich auch wieder darüber lachen.

    Vielleicht geht es dir da ähnlich.

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