Für ihn lasse ich jeden anderen Kerl stehen – Kapitel 19 – Es gibt so viel zu erzählen

  1. März 2013

Unsere Gläser mit dem Willkommensdrink – Peter wollte Aperol-Sprizz, das was wir Mädels immer trinken und er noch nicht kennt – sind kaum angerührt. Die Eiswürfel sind inzwischen geschmolzen. Etwa zwei Stunden sind vergangen, seitdem Peter bei mir eingetroffen ist. Wir hängen auf meinen FatBoy-Sitzsäcken ab, ganz nah beieinander. Wir kuscheln und knutschen … und reden.

Peter hat so viel zu fragen, zu dem, was er in meiner Wohnung entdeckt. Zum Bike an der Wand, zum Longboard im Flur, zum großen Bildbearbeitungs-Monitor, zur 50’s/60‘s Deko etc. habe ich viel zu erzählen. Und er will alles wissen. Und gleichzeitig stellen wir Vergleiche an, erzählen, wie wir damals waren, was uns damals gefiel. Peter sagt, er war damals oft so sauer auf meine Eltern, weil ich einfach nichts durfte. Wenn das nicht gewesen wäre … Diese Story spinnen wir aber jetzt nicht weiter.

Hunger haben wir noch keinen, doch wenn wir in der BAR RAVAL noch was essen wollen, sollten wir langsam mal aufbrechen. Also gebe ich noch einmal Eiswürfel in unsere Drinks und wir stoßen noch einmal auf unser gemeinsames Wochenende an. Auch wenn wir uns nicht loslassen wollen, schaffen wir es, Schuhe und Jacken anzuziehen und die Wohnung zu verlassen. Auf dem Weg nach unten muss ich noch einmal den Lichtschalter betätigen, sonst hätten wir vor lauter Knutscherei irgendwann im Dunkeln gestanden.

Peter ist erstaunt, dass wir mit der U-Bahn fahren. Wir könnten doch sein Auto nehmen. Doch dann sieht er ein, vorhin war die Parkplatzsuche schon nicht einfach, später wird sie hier noch schwieriger sein. Immerhin kann man in der U-Bahn knutschen. Ein ältere Dame guckt etwas pikiert und sagt „habt ihr kein Zuhause?!“. Wir lachen und benehmen uns weiter wie verliebte Teenager.

Die BAR RAVAL ist wie immer echt voll. Immerhin finden wir einen Tisch, wo wir uns mit ran setzen können. Der Service ist heut etwas langsam, doch das stört uns nicht. Peter hat eh mehr Augen für mich als für die Speisekarte und überlässt mir die Wahl der Tapas. Ich diskutiere sie trotzdem mit ihm, denn er isst Tapas genauso gern wie ich. Wir entscheiden uns für Piementos, Boquerones und eine Tortilla, haben beide immer noch nicht so richtigen Hunger. Dazu Rotwein, nur zwei Gläser, eine ganze Flasche würden wir eh nicht schaffen.

Gabelfood ist prima, da können wir uns gegenseitig die Bissen und den Mund schieben. Und uns zwischendurch in die Augen schauen, lachen, hier und da nen Kuss geben. Außerdem braucht man nur eine Hand für Gabelfood, somit kann die andere in der Hand des anderen liegen.

Für den Rückweg gönnen wir uns ein Taxi, was nun auf meine Rechnung geht.

Diesmal muss ich zweimal den Lichtschalter im Treppenhaus betätigen, auch wenn ich eigentlich schnellstmöglich in meine Wohnung will.

Oben angekommen hänge ich unsere Jacken auf. Der Garderobenständer befindet sich im Eingangsbereich zum Schlafzimmer und so aktiviere ich auch gleich die Anlage, die mit einer Latin Jazz CD startet. Während Peter noch eben im Bad verschwindet, ziehe auch ich meine Stiefel aus und zünde ein paar Kerzen an. Dann ist er auch schon wieder da. Er nimmt mich in die Arme, wir tanzen einen Blues. Ich schmiege mich an ihn, ich will mehr …

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