Für ihn lasse ich jeden anderen Kerl stehen – Kapitel 24 – Kuscheln gegen die Kälte

Ostersamstag 2013

Ostersamstag, gegen 8 Uhr wurde ich wach. Peter schlief friedlich neben mir. Verdammt war das kalt hier im Schlafzimmer! Es kostete Überwindung, aber es half nichts, die Heizung musste aufgedreht werden. Einen Bademantel hatte ich nicht mitgenommen, nur so ein kleines Satin-Nightie, aber auch das war noch in der Reisetasche. Also warf ich mal eben meine Winterjacke über und drehte die Heizungsregler in Schlafzimmer, Bad und auch Wohnküche auf Maximum. Danach kuschelte ich mich wieder ins warme Bett, streckte eine Hand zu Peters Hand aus. Keine Reaktion, na, ich war auch noch müde, also etwas weiterschlafen.

9:30 Uhr, Peter schlief immer noch, aber ich war wach. Wecken wollte ich ihn nicht. Also erstmal ins Bad. Verdammt es war immer noch nicht meine Wohlfühltemperatur! 10:00 Uhr, Peter schlief immer noch und mir knurrte langsam der Magen. Hm, ihn gleich wecken oder mit nem Frühstück überraschen. Ich entschied mich für letzteres. Nur für das Nightie war es definitiv zu kalt in der Wohnung, also das Nightie, darüber nen Pulli und dazu dicke Socken. Nicht so sexy, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber was sollte ich machen.

Die gestern noch bestellten Brötchen hingen draußen an der Wohnungstür, alles andere, selbst die elektrische Zitruspresse hatten wir mitgebracht. Ich setzte schon einmal Wasser auf, für die Frühstückseier, die bei Peter immer zu einem vollständigen Frühstück gehören. Netterweise gab es ein großes Tablett, also konnte ich Brötchen, Schinken, Lachs, Käse, Nutella, Honig und Butter schon einmal zusammenstellen. Dazu noch Tomaten und Gurke vorbereitet und ein paar Orangen ausgepresst. Die Eier waren im Wasser, jetzt musste ich nur noch mit Peters klassischen italienischen Caffettiera Kanne klarkommen. Immerhin hatte ich ja schon einmal zugeguckt. So, das schien auch ganz gut zu klappen, jetzt noch Milch erwärmen und aufschäumen und fertig war unser Frühstück. Mein Verlängerter und Peters Cappuccino sowie Eier, Salz, Pfeffer und Orangensaft passten noch aufs Tablett. Na gut, Teller und Besteck nicht, die brachte ich schon mal leise ins Schlafzimmer.

Peter schlief immer noch, obwohl ich mir echt Zeit gelassen hatte. Ich platzierte das Tablett auf dem Tischchen neben dem Bett. Jetzt wurde Peter langsam wach. Ich wollte ihn ja auch nicht mit einem Kuss erschrecken. „Guten Morgen, Chéri!“ begrüßte ich ihn fröhlich.

Na, er war wohl doch ausgeschlafen, hatte schnell die Augen auf und streckte seine Arme nach mir aus. Gerne ließ ich mich von ihm an sich ziehen. Er befühlte meinen groben Pulli. „Wie, du bist schon angezogen?“

„Nein, nicht wirklich, aber hier ist’s ohne Pulli zu kalt zum Frühstück machen.“

Jetzt registrierte er das vorbereitete Frühstück. „Oh, du verwöhnst mich. Lass dich küssen.“ Und das taten wir dann auch ausgiebig. So ausgiebig, dass mir warm wurde und ich Pulli und auch das Nightie ausziehen konnte, bzw. mir die Sachen ausgezogen wurden. Nur der Socken entledigte ich mir selber.

Anschließend war unser Kaffee kalt und die Eier nur noch lau. Peter übernahm das neue Kaffee-machen und dann frühstückten wir im Bett.

Das Wetter war nicht so genial, es also kein Problem den halben Tag im Bett zu verbringen. Später fuhren wir doch noch ans Meer, gingen – nicht allzu lang – spazieren, es war doch recht kalt. Gut dass wir Mützen und Handschuhe dabei hatten, Schneereste gab es auch noch überall.

Hungrig waren wir auch irgendwann und Peter fuhr mit mir zu seinem Lieblingsrestaurant am Kappelner Hafen. Früher war er jedes Jahr mindestens ein paar Tage bei Andreas und Andrea gewesen und wie er sagte, musste er jedesmal auch in die ALTE RÄUCHEREI.

Wir hatten Glück, fanden noch eine Nische für uns. Peter empfahl die Kutterscholle, die er jedesmal isst. Na, dann musste ich die auch probieren, so hochgelobt, aber ein Kilkenny wollte ich nicht dazu. Ein trockener Weißwein ließ sich dann auch noch finden. Eigentlich schade, dass wir beide dasselbe bestellt hatten, so konnten wir gar nicht vom Teller des anderen naschen. Aber es war echt lecker, ich fand es dann auch in Ordnung, dass ich eine ganze Scholle für mich alleine hatte.

Nach dem Essen bummelten wir noch kurz am Hafen entlang, aber es war definitiv zu kalt. Also zurück in die Wohnung.

Die Wohnung hatte leider immer noch keine Wohlfühltemperatur, obwohl die Heizung schon den ganzen Tag auf Maximum gestanden hatte. Jetzt war es zu spät, aber am nächsten Tag würden wir das reklamieren müssen.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als uns ins Bett zu kuscheln. Aber das machten wir doch gerne!

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