Für ihn lasse ich jeden anderen Kerl stehen – Kapitel 25 – Osterhasen

Ostersonntag 2013

 Auch Ostersonntag war ich vor meinem Liebsten wach. An Weiterschlafen war nicht zu denken, also fahndete ich in meiner Reisetasche schon einmal nach meinem Ostergeschenk für ihn. Nur ne Kleinigkeit, einen Milka Nuss Osterhasen für meinen Milka-Fan, dazu ein Drahtseil mit Magneten, mit denen er die Fotos, die ich ihm von meinem Fotoshooting letztes Jahr abgezogen hatte, aufhängen konnte.

Es war zwar erst 8:30 Uhr, aber ich hörte schon deutlich, dass unsere Freunde schon aufgestanden sein mussten. Also warf ich mich mal eben in meine Klamotten und klingelte nebenan. Andrea war etwas verwundert, mich so früh zu sehen. Ich wünsche frohe Ostern und gab ihr schon mal die zwei kleinen Lindt Osterhasen, die ich für sie besorgt hatte. Dann trug ich vor, dass es in der Ferienwohnung zu kalt sei und bat die Heizungsvorlauftemperatur zu erhöhen. Andrea war erstaunt,  entschuldigte sich, dass es zu kalt sein und versprach sich gleich darum zu kümmern.

Nach dem Duschen merkte ich bereits, dass die Heizung wärmer wurde. Doch auch diesmal musste ich aber noch in Nightie mit Pulli Frühstück machen. Ich war aber nicht schnell genug, hörte, wie Peter aufstand und ins Bad ging. Kurz darauf stand er nackt hinter mir, während ich noch mit der Zitruspresse beschäftigt war.

Mit einem „Guten Morgen meine Süße, du bist ja schon wieder fleißig!“ drehte er mich um, zog mich an sich und küsste mich. Er griff meinen nackten Po unter dem Nightie, küsste mich heftiger und ließ mich seine Erektion spüren. Nicht nur er hatte schon wieder Lust, ich ebenso.

Ich grinste ihn an „Na diesmal kann der Kaffee nicht kalt werden, er ist noch nicht fertig.“

Peter zog mir mal eben schnell Nightie und Pulli gleichzeitig über den Kopf, nahm mich auf die Arme und trug mich ins Schlafzimmer. Leider kamen wir dann nicht mehr zum Vollzug, Peters Erektion ließ wieder nach. Das kannten wir ja schon, nahmen es mit Humor. So ganz zuverlässig war das Testogel doch noch nicht, was Peter seit drei Wochen nahm. Ich grinste ihn an „Du darfst jetzt Kaffee machen.“

„Nee.“ Wie nee? Peter verschwand kurz und kam mit meinem Geschenk zurück. „Frohe Ostern, Süße!“

Ich hatte mein Geschenk für ihn auch schon unter dem Tischchen neben dem Bett bereit gelegt. Von den Fotoabzügen war er begeistert, die hätte er eh gerne gehabt, die Drahtseilkonstruktion  musste ich ihm erst noch erklären und ihn dann daran hindern, in den Osterhasen zu beißen. „Wir haben frische Brötchen, Chéri!“

Für mich hatte Peter eine quietschgrüne Plastikschüssel von Koziol. Okay, ich hatte mal erwähnt, dass ich gern eine grüne Salatschüssel hätte … allerdings hatte diese nicht ganz das Maß für nen gemischten Salat, eher so ein Gurkensalat-Maß. Aber ich hatte mich echt gefreut, dass er sich das gemerkt hatte. Auch der laktosefreie Osterhase von After Eight begeisterte mich. Der Osterhase wurde von mir gleich in den Kühlschrank verbannt, denn After Eight-Schokolade muss man gekühlt genießen.

Dann beendeten wir gemeinsam die Frühstücksvorbereitungen und frühstückten wieder im Bett, die Raumtemperatur war schon angenehmer. Und nach dem Frühstück klappte es dann auch mit dem Sex.

Das Wetter war eigentlich ganz schön, wenn auch kalt. Peter fuhr mit mir zu verschiedenen Lieblingsplätzen an der Ostsee, die er in den letzten Jahren entdeckt hatte. Wir gingen Spazieren, fanden viel zu viele Steine (obwohl wir sie gar nicht suchten) und fotografierten uns gegenseitig. Ein aufmerksamer Spaziergänger fragt uns dann, ob er uns beide zusammen fotografieren solle, da waren wir natürlich begeistert.

Irgendwann hatten wir Kaffeedurst und Lust auf Kuchen. Am Weidefelder Strand fanden wir das LOBSTER-Café, das kannte Peter noch nicht. Wir konnten gemütlich im Warmen sitzen und durch die Panorama-Fenster auf die Ostsee blicken. Für Peter gab es nen leckeren Cappuccino, doch ich entschied mich für einen Chai Latte. Und der Russische Zupfkuchen dazu war einfach köstlich. Ich musste aufpassen, dass Peter mir nicht noch einen großen Teil von meinem Stück wegfutterte.

Es fiel uns dann etwas schwer, wieder nach draußen zu gehen. Doch mit Mütze, Schal und Handschuhen war es doch gut auszuhalten. Wir machten noch einen längeren Strandspaziergang, machten auch wieder Fotos, denn das Licht war gerade richtig schön. Irgendwann waren wir aber doch durchgefroren und fuhren dann zum Aufwärmen und Fotos Sichten zurück in unsere Ferienwohnung.

Am Samstag hatten wir beim Bummel durch Kappeln noch ein Restaurant entdeckt, was Peter auch noch nicht kannte. Ich hatte schon am Mittag angerufen und einen Tisch für uns reserviert, besser war das, am Ostersonntag.

Im PORT 19, gab es zwar recht internationale Küche, aber einmal an der Ostsee wollten wir natürlich Fisch essen. Die  dreierlei Fischfilets und auch das Dorschfilet (typisch Ostsee) lasen sich auf der Speisekarte lecker. Auch Peter nahm diesmal den leichten italienischen Weißwein, den ich ausgewählt hatte. Wir hatten ein gemütliches und ruhiges Plätzchen bekommen und das Essen war so lecker, wie es auf der Speisekarte erschien. Diesmal konnten wir auch vom Teller des anderen naschen, auch wenn Peter sich zierte, mir etwas abzugeben.

Und wieder gab es keine Nachspeise, das Essen war einfach schon fast zu reichlich. Peter nahm danach nen Aquavit und wollte mir auch einen aufschwatzen. Der sei so typisch für die Ostsee. Ich war nicht sicher, so einen Schnaps?!  Ich kannte zwar keinen Aquavit, aber meine Entscheidung für nen Ramazotti war letztendlich richtig. Das gebrannte Zeugs war nicht so lecker, was ich da von Peter kosten konnte. Für landestypisches oder regionales Essen bin ich immer zu haben, aber eben nicht unbedingt für die Getränke … das gilt speziell auch für deutschen Wein.

Zum Abschluss des Abends hatten wir dann noch einen leckeren Rioja in unserer Ferienwohnung, die inzwischen warm war.

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