Das rote Kleid – Kapitel 4

(Fortsetzung zum Eintrag vom 25.10.2015)

Vor zehn Tagen hatte Lucia die SMS von Alan bekommen, dass er gerade aus New York zurück sei und sie endlich verwöhnen wolle. Sie wusste noch nicht einmal, dass er nach New York geflogen ist, denn sie hatte seit Ende September, als ihre spontane Verabredung wegen Jules geplatzt war, nichts mehr von ihm gehört.

Was sollte sie davon halten oder besser: was wollte sie davon halten? Es wäre schon fein, mal wieder einen Mann im Bett zu haben, und sexy war Alan schon. Eine ernsthafte Beziehung wollte Lucia momentan eh nicht, sie hatte noch die Nase voll von den Erfahrungen mit ihrem letzten festen Freund. Eine feine Affäre mit regelmäßigem Sex würde ihr aber sehr gelegen kommen.

Am selben Tag hat sie Alan dann nicht geantwortet, so leicht wollte sie es ihm nicht machen. Sie hat sich Zeit gelassen, schrieb ihm dann aber gestern, gleich nach der Mittagspause.

Lucia an Alan: du hast mir damals eine massage angeboten, honey!

Alan hatte anscheinend Frühschicht, denn seine Antwort kam prompt.

A an L: das passt gut, junge frau, ich hab heut zeit für dich und wenn ich an das rote kleid denke, werde ich schon ganz heiss

L an A: so eine ablenkung am schreibtisch erzeugt ein big smile. sollte eigentlich nicht an das denken, was ich jetzt im kopf (und body hab) …

und noch eine hinterher: seufz, no time 4 wet thoughts, aber nachher hab ich dich und deinen starken body ja live! mmhhh! lecker! was denkste wann?

A an L: um sieben bei mir

L an A: das ist zu früh, babe, kann erst um acht

A an L: okay  süsse, ich mach schon mal den rotwein auf und wärm das babyöl vor

Nachdem sie aus dem Büro gekommen ist, ist Lucia also fix unter die Dusche, hat die leicht nach Grapefruit duftende Bodylotion sowie ihren Lieblingsduft von Gaultier aufgetragen und sich dann angezogen. Sie hatte sich schon im Büro Gedanken darüber gemacht, was sie anziehen soll. Alan ist so ein typischer Jeans- und Sneaker-Typ, aber sie hat bislang den Eindruck bekommen, dass es gerade diese Typen auch sehr feminin mögen.

Also hat sie das schwarze Wollkleid in A-Linie mit dem knapp knielangen Rock angezogen.  Darunter schwarze Spitzen-Dessous und halterlose schwarze Nylons, dazu schwarze Stiefel, zwar relativ flach vom Absatz, aber genau da im oberen Bereich der Wade endend, dass ihre Beine in Kombination mit der Länge des Rockes echt sexy wirken.

Oh, sie war so aufgeregt, sie hat ihr Auto geparkt und den Eingang zu Nr. 27 erst nicht gefunden … da musste sie ihn doch eben kurz anrufen. Das war auch gut so, die Stimme war ihr noch vertraut, auch wenn er wieder so distanziert wirkte, aber das ist wohl seine Art am Telefon.

Es waren nur zwei Treppen bis in seine Wohnung, Alan stand in der offenen Tür. Wetteruntypisch barfuß in Baggy-Shorts und einem Kurzam-T-Shirt, ein süßer Anblick.

Verlangen in ihren Augen, eine 1. Umarmung und dann ein heftiger Kuss. Er hatte schon Rotwein für sie beide eingeschenkt, nahm ihr den Mantel ab und geleitete sie zum Sofa. In seiner Wohnung war es wohlig warm, das hatte er gut vorbereitet.
Lucia war immer noch heftig aufgeregt, das tut frau (sie) ja nicht alle Tage, so ein kurzfristiges und eindeutiges Date haben. Und Alan wirkte auch nicht wirklich souverän in dieser Situation.

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