Nur ein Flirt? – Teil 5

(Fortsetzung zum Eintrag vom 28.11.2015)

Besonders aufgeregt war Antje letzte Woche Montag nicht, wegen des bevorstehenden Abends bei Malte. Sie würde endlich Sex mit ihm haben, darauf freute sie sich. Wenn sie auch – wie immer – ein bisschen Schiss hatte, dass es mit dem Mann nicht passen könnte. Er war immerhin schon 46! Die Erfahrung hatte gezeigt, dass es mit Männern in der Altersklasse unter Umständen nicht mehr so einfach geht. Möglicherweise war der Kerl ja schon in der Andropause.

Im Büro ging die Arbeit gut voran und Antje freute sich erst einmal aufs BodyCombat. Nach einem BodyCombat-Training fühlte sie sich immer mit dem frisch gestählten Körper so richtig sexy. Genau richtig, um dann einem Mann gegenüberzutreten. Irgendwann nachmittags fiel ihr dann aber ein, dass sie Malte ja noch nach seinem Nachnamen fragen musste. Er hatte ihr seine Adresse gegeben, aber seinen Nachnamen hatte er dabei nicht erwähnt.

Von ihr hatte er ja eine Visitenkarte bekommen und gar nicht registriert, dass da nur „Frau Antje“ drauf stand. Als sie verabredeten, dass er sie abholt, hatte Antje noch zu ihm gesagt „du brauchst noch meinen Nachnamen“. Darauf reagierte er mit „ich hab doch deine Karte“. Sie musste lachen und meinte „na, die hast du dir aber nicht genau angeschaut.

Bevor sie Malte anrufen konnte, erhielt sie eine SMS von ihm „hallo antje. ich hoffe dein arbeitstag ist oder war nicht zu stressig. ich muss unser treffen heute leider absagen, weil ich ganz vergessen habe, dass ich mich heute schon mit okan zum essen und quatschen verabredet habe. gruß. malte.“

Eine Absage per SMS! Das fand Antje gar nicht gut! Die Absage nicht und das Kommunikationsmittel dafür auch nicht. Andererseits: sie hatten nicht darüber gesprochen, ob sie im Büro von einem privaten Anruf gestört werden kann und es war eigentlich klar, dass sie nachmittags um halb fünf üblicherweise im Büro ist. Somit war in anbetracht der Uhrzeit eine SMS schon okay. Der Inhalt war eben für eine SMS nicht passend. Außerdem hatte sich Antje darauf eingestellt, endlich mit dem Kerl ins Bett zu gehen!

Sie war dann erst nach dem BodyCombat dazu gekommen, Malte anzurufen. Sie hatte keine Lust, mit einer SMS auf seine Nachricht zu reagieren. Leider ist er aber mal wieder nicht ans Telefon gegangen. Okay, sie geht selbst auch oft nicht ran, wenn sie sich mit Corinna oder so zum Reden trifft. Okan hatte sie Freitag auch kurz kennengelernt, er war wohl einer von Maltes besten Freunden, somit war das in Ordnung.

Am Dienstag hatte sie dann am Vormittag noch einmal versucht, Malte telefonisch zu erreichen, bevor er zu seinem Job los musste. Sie war wieder erfolglos. Somit entschied ich sich dann doch dazu, eine SMS zu schreiben „schade, dass ich dich nicht ans fon kriege. sms ist nicht so wirklich mein kommunikationsmittel. wär schön, wenn du mal anrufst, wenn’s dir passt. bussi. antje.“

Sie ist ja nun echt kein SMS-Typ (mehr), besonders seitdem sie eine Lesebrille benötigt. SMS zu lesen und zu schreiben erfordert eben immer die Brille aufzusetzen, und das nervt sie! Also telefoniert sie lieber, was einfacher ist und für so kurze Informationen auch schneller und sicherer. Dann weiß man eben, dass man denjenigen auch erreicht hat. Es kommt ja immer wieder mal vor, dass SMS verspätet oder vielleicht auch gar nicht ankommen.

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