Online-Dating – Jonas – das 2. Date

(Fortsetzung zum Eintrag vom 01.01.2016)

Dienstag, am Morgen nach ihrem 1. Date, kam eine whatsapp von Jonas und zauberte ein fettes Smile in Christines Gesicht „Guten Morgen Chrissie, prima Pizza, coole Bar, netter Spaziergang, noch nettere Begleitung 🙂 Danke für den schönen Abend, gerne wieder. Meine Jungs terrorisieren mich, sitze gleich aufm Bike. Müden Gruß. Jonas“.

Klar, dass Christine gleich darauf antwortete „Wollte dich gerade fragen, ob du gut heim gekommen bist. Ich war ganz baff, wie spät es schon war, als ich daheim war. Die Zeit mit dir ist ja so schnell vergangen … Kein Wunder, dass ich dann doch etwas müde war. Nimm Konzentration mit aufs Bike, Honey. Knutscha! Chrissie.“

Am Nachmittag, Christine war gerade beim Zumba, kam eine neue whatsapp „Hi Chrissie, bin back, alles gut, wie schaut’s bei dir aus? Jonas“ und dann noch eine, die sie wie die andere auch, erst nach dem Training lesen konnte „Hunger, Durst und warm Duschen 🙂 und dann … ?!“

Also, das klang ja schon etwas sehnsuchtsvoll, so antwortete Christine genau so vage „Zumba ist grad aus, jetzt kurz Dampfbad, Sauna und Duschen, dann heim, und dann … ?!? ;)“

„Hätte ja große Lust, mit dir noch was zu machen, bin aber ganz schön platt, telefonieren wir gleich mal, wenn du wieder zuhause bist?“ Aha, es war also wirklich sehnsuchtsvoll gemeint.

„Yeees!“ antwortete sie eben schnell und beeilte sich nachhause zu kommen. Sie überlegte, es war noch nicht mal 19 Uhr, noch genug Zeit, die Bahn nach Potsdam zu nehmen.

Zuhause angekommen, checkte sie die Abfahrtszeiten der U- und S-Bahn nach Potsdam und rief Jonas an. Sie schlug ihm vor, zu ihm zu kommen. Er war begeistert, erklärte ihr, wo er vor dem S-Bahnhof Babelsberg auf sie warten würde.

Viel Zeit zum Überlegen, was sie anziehen sollte, hatte sie nicht. Sie stieg in ihre Baggy-Jeans, ein dunkelrotes Volcom-Langarmschirt und legte ein wie immer leichtes Make-up (Mascara, ein bisschen Concealer, Puder und Rouge) auf. Diesmal waren allerdings die Sneaker-Stiefel angesagt, die Absätze am Abend vorher hatten ihr gereicht.

Als sie in Babelsberg aus der S-Bahn stieg, wartete Jonas überraschenderweise schon auf dem Bahnsteig auf sie. „Es gab direkt einen Parkplatz.“ Christine strahlte ihn an und sie begrüßten sich wieder mit einer ausgiebigen Umarmung. Danach fragte sie ihn, ob er bemerken würde, dass sie heute keine Absatzschuhe tragen würde. Er grinste „du bist groß genug!“. Yep, so soll es ein.

Sie fuhren mit seinem Z3 zu ihm nachhause. Christine fragte natürlich, warum er kein größeres Auto hätte, als Mountainbiker müsse man doch ab und zu Bikes transportieren. Er hätte Freunde, die ihn mitnehmen oder würde sich den Wagen von seinem Bruder ausleihen, antwortete Jonas. Ach so.

Jonas hatte ihr schon erzählt, dass er eine 120qm-Dachgeschoss-Wohnung hat. Christine war gespannt. Natürlich nicht nur auf den Einrichtungsstil sondern natürlich auch darauf, wie sauber und ordentlich es sein würde. Auch wenn seine Wohnung nicht ganz ihrem Geschmack entspricht – etwas zu viel schwarzes Leder und Chrom sowie Buchenholzfurnier in der Küche und Auslegware auf den Treppen – könnte sie sich dort wohlfühlen, denkt sie. Und es war sehr aufgeräumt, das Bad sauber etc. Damit entspricht er wohl seinem Sternzeichen Jungfrau. Christine hatte zufällig ein paar Tage vorher in ihrem Postkartenständer eine Karte zum Sternzeichen Jungfrau entdeckt, als sie mal wieder beim Karten umdekorieren war.

Sie tranken Rotwein, kamen wieder aus dem Quatschen nicht raus, bis sich dann doch der Hunger bemerkbar machte. Zu Essen hatte Jonas nicht wirklich etwas da, so holten sie sich etwas vom China-Imbiss. So genau hatte er Christines Finya-Profil dann doch nicht gelesen, er hätte wissen können, dass chinesisches Essen nicht zu ihren Favoriten gehört. Aber okay, sie konnte es ja auch mal wieder versuchen, vielleicht gab es ja doch etwas Leckeres. Es gab Saté-Spieße, da hatte sie Glück, die mochte sie gerne.

Jonas machte den ganzen Abend keine Anstalten ihr näher zu kommen. Im Wohnzimmer, wie auch am Esstisch, saß er ihr gegenüber. Aber er betrachtete sie eingehend, registrierte jede ihrer Bewegungen, Blicke direkt in ihre Augen fehlten auch nicht. Auch als sie zusammen vor seinem Computer saßen und sich ziemlich nah waren, tat er nichts. Dabei hätten sie sich leicht „zufällig“ berühren können. Doch gerade da vermied er es aber auch, sie anzuschauen, da war sie ihm wohl zu nahe. Christine wurde schon ganz kribbelig, denn ich fühlte sich echt zu Jonas hingezogen. Diese übliche Spannung, wenn die Chemie stimmt, war einfach da.

Irgendwann war es Zeit für die Heimfahrt. Jonas brachte Christine noch zur S-Bahn, diesmal zu Fuß, es war ja nicht weit. Als der Zug einlief umarmten sie sich wieder und dann gab er ihr endlich den ersten Kuss. Nicht nur einen Schmatzer, nein, es war schon ein richtiger Knutscher. Viel Zeit hatten sie dafür allerdings nicht, da Christine ja in die Bahn steigen musste. Als sie dann in der noch offenen Tür stand, winkten sie sich noch einmal zu. Jonas hatte das gleiche Strahlen im Gesicht wie sie!

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