You are very special – Part 3

„Thanks so much for a beautiful evening together.“ schrieb Ken, kaum waren wir wieder im Guesthouse angelangt und in unsere Zimmer gegangen.
Ist das hier einfach nur üblich, dass ein Mann sich bedankt, wenn er mit einer Frau zum Essen aus war (und auch wieder die Rechnung bezahlt hat)? Ken hat schon diese gewisse Art, eine Frau höflich und respektvoll zu behandeln, vielleicht gehört es dann auch einfach dazu, sich für den schönen Abend zu bedanken.
Ken hatte auch diesen Abend wieder das Restaurant ausgewählt, ganz klar, er kennt sich ja hier aus. Diesmal waren wir im ILLIE BOSCH. Da Ken nicht so hungrig war und nur eine Vorspeise wählte, machte ich das auch. Das war eh gut für mich, da ich am Nachmittag bereits ein üppiges Stück göttlichen Chocolate Cake gehabt hatte.
Wir saßen nach dem Essen noch bei einem 2. Glas Wein zusammen. Unsere Themen drehten sich auch diesmal wieder um Familie, Freunde und die Liebe, außerdem auch darum, wo wir am liebsten leben würden. Ken hatte vor ein paar Tagen ein Haus direkt am Meer gekauft, da würde er dann so langsam einziehen, hoffentlich mit seiner neuen Freundin, sagte er.
Es war kein small talk, den wir führten, auch kein Austausch von Informationen. Es war ein sehr intensives Gespräch, was sich da entwickelt hatte.
Als wir uns später im Foyer des Guesthouses voneinander verabschiedeten, nahm Ken mich in den Arm … so wie die Südafrikaner das üblicherweise machen, auch mit noch neuen Freunden. Das ist so eine Art halbe Umarmung, also so leicht versetzt voreinander stehend, dann von einer Seite und mit nur einem Arm. Dabei tauscht man dann auch EINEN Bussi auf die Wange aus (nicht zwei, wie in Deutschland oder drei, wie in Frankreich üblich).
Die Umarmung und auch das Gespräch mit Ken taten mir so richtig gut, besonders da ich mich gerade etwas allein gelassen fühle.
Peter, mein Mann, ist nämlich etwas sauer darüber, dass ich nach Südafrika geflogen bin und dass es mir hier so gut geht. Aus diesem Grund ist er gerade trotzig und verweigert manchmal die Kommunikation per whatsapp oder skype.
Ja, und wenn dann nach dem Dinner so eine whatsapp von Ken kommt, dann beginne ich zu strahlen, selbst wenn die Nachricht möglicherweis nur eine Geste der Wohlerzogenheit ist.
Ich antwortete Ken „I really enjoyed it. I really like you and hope we will stay in contact.“
Seine Antwort kam prompt „And I really like you too.“, und dann „If you were not married there would have been big sparks for sure.“
Aha, so nennt man das auf Englisch! Ken hatte mir aber auf dem Weg zurück ins Guesthouse schon gesagt „If I haven’t met Agnes, my new girlfriend, I would have really gone for you, even if you are not living here.“ Das fand ich auch schon ganz schön gewagt.
Ich hatte Ken erzählt, dass Peter nur total selten mit mir in Urlaub fährt und ich deshalb oft alleine fahren muss, denn ich verzichte nicht auf meine Reisen, nur weil mein Mann nicht verreisen mag. Dazu meinte Ken, er könne es echt nicht verstehen, mit einer Frau wie mir nicht gemeinsam Urlaub machen zu wollen.
Etwas später schrieb Ken dann noch „Of course we will stay in contact.“

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