Geschäftsbeziehungen

Anfang letzter Woche hatte Ela von einem Geschäftspartner eine sehr ansprechende Mail erhalten, die natürlich ein fettes Smile in ihr Gesicht gebracht hat.

„Betreff: Besser spät als nie!
Hallo Fr. Peterson,
erstmal ein großes SORRY für die späte Rückmeldung! Aber unzählig unbezahlte Überstunden, ein übermotiviertes Sportprogramm und die Vorbereitung für den obligatorischen Vatertagsausflug, haben mich die letzte Zeit leider recht erfolgreich hier vom LOG IN ferngehalten…
Erschwerend kommt ja noch hinzu, dass in Sachen E-Mail-Verkehr unsere Firma, dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht eines Arbeitnehmers sagen wir mal …“nicht wirklich“ Rechnung getragen wird 😉 Deswegen das Ganze lieber mal auf privater Schiene …
Ihr Anruf am Freitag, hatte offen gestanden seine Wirkung nicht verfehlt … denn neben aller ernsthaften und weniger ernsthaften Kurzzeittelefonate am Donnerstag, war ich schon ein wenig überrascht … doch gut erholt (nicht nur vom Schreck 😉 ) würde ich mich über ein persönliches Treffen wirklich freuen!
Wie schon erwähnt, gehöre ich aus gastronomischer Sicht ab und an schon zu den potentiellen Mitbewerbern um einen Barhocker in unserer schönen Stadt, die nicht nur aus der längsten Theke der Welt besteht. Da die kommenden Pfingstfeiertage aber auch mal der familiären Zusammenkünfte bedürfen, wäre ich mit aller Voraussicht erst ab dem 17/18ten wieder zugegen.
Sollte also Ihr Terminplaner in Anbetracht der knappen Zeit dem Kollaps noch nicht nahe sein, freue ich mich über ein Lebenszeichen …
Bis dahin viele Grüße.
Robin“

Jetzt wo sie die Mail erneut liest, ist Ela wieder am smilen. Der Robin ist schon ein Süßer, aber sooo jung, 32 oder so.
Im Februar/März war sie projektmäßig bei der Firma, in der er arbeitet. Sie hatten ab und zu miteinander zu tun und sie hatte das Gefühl, es knistert. Doch wie sagt man: „don’t fuck the company!“. Auch wenn der Typ nur bei einem Geschäftspartner arbeitet, hat man doch u. U. nicht nur befristet miteinander zu tun. Das Projekt ist jetzt ausgelaufen, also steht nun einem näheren Kontakt nichts im Wege, smile. Ein bisschen Aufregung kommt Ela gerade entgegen, sie hat den Eindruck, dass in ihrer Beziehung mit Frank so ziemlich die Luft raus ist. Sie hat auch momentan gar keine Lust, da weiter daran zu arbeiten. Momentan hat es mit Frank eher den Eindruck von Geschwisterliebe.

Ela hatte vorletzte Woche zum Projektabschluss noch Dokumente anzufragen und ein paar Sachen zu klären. Bei ihren Anrufen hatte sie immer den Herrn R. (Robin) dran, da die zuständige Mitarbeiterin ihr Telefon umgeleitet hatte. Bei ihrem 3. oder 4. Anruf, meinte Herr R. dann mit einem Lachen, dass er sich freuen würde, wenn sie mal ihn statt Frau H. anrufen würde. Da an solchen scherzhaft wirkenden Aussagen auch immer etwas Wahres dran ist, hatte sie ihm dann angekündigt, dass ich ihn anrufen würde.

Das hatte Ela dann auch am Freitag letzte Woche getan. Diesmal hatte sie Robin nicht gleich am Telefon, sie musste sich noch extra mit ihm verbinden lassen. Sie hatten zuerst den üblichen Smalltalk und kamen dann auf die aktuelle betriebliche Situation. Sie waren bestimmt schon fünf Minuten am Reden, als Robin plötzlich fragte, was denn der Grund ihres Anrufes sei. Anscheinend war ihm dann aufgefallen, dass sie sich extra zu ihm hatte durchstellen lassen. Ela muss jetzt noch darüber lachen, denn sie hatte den Eindruck, dass ihre Antwort „ich hatte ihnen doch versprochen, sie anzurufen“ ihn etwas verlegen gemacht hatte.

Er fing sich aber schnell und meinte dann, dass es doch nett wäre, wenn sie das Telefonat bei einem persönlichen Treffen fortsetzen könnten, da sie erzählt hatte, dass sie über Pfingsten in Düsseldorf sein würde. Leider musste sie ihm dazu mitteilen, dass sie nur vom 14. bis 18. morgens in Düsseldorf sei. Das harmonierte mit seinen Terminen bei den Eltern im Sauerland nicht so ganz.

Wenn sie seine Mail jetzt richtig interpretiert, dann wäre u. U. ein Termin am 17. abends drin. Aber Ela besucht eine Freundin, die sie nicht so häufig sieht und da passt das dann nicht wirklich. Es sei denn sie treffen sich alle zusammen in einer Cocktailbar oder so. Na mal sehn.

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