Geschäftsbeziehungen – 5. Teil

(Fortsetzung vom 16. Mai 2016)

… und er hat sie gegoogelt, na klar. Er ist nicht gleich darauf gekommen das zu tun, aber nachdem Ela ihn in ihrer Mail darauf aufmerksam gemacht hatte, musste er es einfach versuchen. Dass das, was er finden würde, vertraulich zu behandeln sei, hat Robin zuerst nicht so ganz verstanden.

Am Mittwochabend hat er wie vereinbart angerufen. Er switchte gleich vom SIE auf das DU, meinte aber, dass das Gesieze ja auch ganz amüsant gewesen sei. Da konnte Ela ihm nur zustimmen, sie hatte immer ein Grinsen im Gesicht, wenn sie seine Mails gelesen hat.

Zuerst redeten sie über den Sport, wegen dem er erst so spät anrufen konnte. Er war im Fitness-Studio gewesen, allerdings nicht wie Ela in einem Kurs (Bodyfit), sondern nur auf dem Laufband und an den Geräten. Dann ging es eine ganze Weile um den Job, die Firmenverhältnisse, besonders um seine Zukunft, die eher nicht in der aktuellen Firma sein sollte. Besonders bei diesen Themen redete er Ela immer mal wieder mit Frau Peterson an, was er dann aber gleich wieder witzig kommentierte. Der Typ redet genau so, wie er auch schreibt!

Sie konnten irgendwie gar nicht aufhören zu telefonieren, kamen von einem Thema aufs nächste. Es war gut, dass Elas Freund – wie so oft – geschäftlich unterwegs war. Sie erzählten sich ihren halben Lebenslauf, incl. Jobs, verschiedenen Wohnorten etc., Beziehungen fanden auch eine kleine Erwähnung. Dann hatten sie eine ganze Weile Angeln, Mountainbiken und Klettern zum Thema. Dabei kam Ela dann wieder darauf, dass er das, was er unter Elli Berlinelli im Web gefunden hat, doch bitte vertraulich zu behandeln sei. Wieso? Vertraulich in dem Sinne, dass es ihre Chefs und Kollegen nichts angeht. Das hat er dann doch verstanden und wird sich daran halten. Und es werden auch eh keine Kollegen etc. erfahren, dass sie privat miteinander telefonieren.

Nach fast drei Stunden wollte Ela dann doch das Telefonat beenden, da es inzwischen schon verdammt spät war. Das war allerdings nicht ganz so einfach, weil noch dieses und jedes gesagt werden musste. Es war ja auch so richtig schön, mit Robin zu quatschen. Es war nicht alles so ganz ernst zu nehmen, was er erzählte, auch wenn immer etwas Wahres dran war. Sie lachten viel und waren schon verdammt vertraut miteinander. Sie hatten viele Gemeinsamkeiten entdeckt und ein flirtlastiger Unterton hatte sich auch in das Gespräch eingeschlichen.

Eigentlich würde Ela Robin ja gern bald mal privat treffen. Schade, dass es um Pfingsten rum nicht klappt. Und so schnell wird sie dann nicht wieder nach Düsseldorf kommen.

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